NaNoWriMo 2020 – Wave

Ja, der NaNo ist jetzt schon ein paar Tage her, aber nachdem ich ja regelmäßig (also einmal pro Jahr :D) Beiträge erstellen will, schreibe ich eben jetzt darüber.

Der NaNoWriMo findet jedes Jahr im November statt und hat das Ziel einen Roman in einem Monat zu schreiben, mit mindestens 50.000 Wörtern. Die hatte ich, der Rest ist dann pünktlich bis zum 31.12.2020 fertig geworden.

Diesmal habe ich ein wenig in der Welt von Hypothermie weitergeschrieben, aber 30 Jahre später. So eine Art Neuanfang, denn so konnte ich die Welt ein klein wenig wachsen lassen und auch alte Protagonisten ignorieren, die schon lange in Rente sind.

Worum geht es in Wave? Hier der Pitch:

Wave hatte sich immer für eine gute Fahrerin gehalten. Bis zu ihrem Unfall mit dem Schreibtisch.
Jetzt ist ihr Schweber schrott, das Trommelfell geplatzt und statt sie zu einer 30-Sekunden-OP im MedCenter zuzulassen, verpasst die Versicherung ihr ein Hörgerät.
Als sich dann auch noch jemand in das Betriebssystem des Hörgeräts einhackt und mit der Stimme des mysteriösen Radiomoderators Aki zu ihr spricht, will Wave sich am liebsten nur noch in ihrer Wohnung einschließen und die Welt um sich herum vergessen.
Nach einer unruhigen Nacht erweist sich das Geschehene leider nicht als Traum. Stattdessen berichten die Morgennachrichten, dass sich Aki am Tag zuvor in den Tod gestürzt haben soll. Sie stöpselt das Hörgerät wieder ein und stellt sich seiner Stimme. Denn etwas an der Sache ist eindeutig faul.

Wave ist momentan bei Belletristica online, bis ich den Roman irgendwann überarbeiten und auf Hochglanz polieren werde.

Romane auf Wanderschaft

Falls jemand Hypothermie suchen sollte. Der Roman ist nicht weg, nur auf Wanderschaft. Ich überarbeite ihn momentan und ziehe ihn Kapitel für Kapitel auf das Portal Belletristica um. Dort gibt es eine nette und (noch) kleine Community schreibbegeisterter Menschen und ich sehe jetzt schon, dass die Geschichte dort gut aufgehoben ist.

Tatsächlich habe ich einfach nicht die Zeit und die Ressourcen, den Blog nach meiner Pause wieder soweit sichtbar zu machen und mich zu vernetzen, dass potentielle Leser hierher finden und nicht nur, weil sie sich verirrt haben. 😁

Sobald ich mit Hypothermie fertig bin, ziehen auch nach und nach die beiden anderen Romane um. Solange bleiben sie hier noch sichtbar.

Ansonsten korrigiere ich noch weiter an Brim herum, nur während des Umzugs nicht so viel. Gezeichnet habe ich auch noch was zu seinem Roman, das hänge ich zum Abschluss noch hier an:

Der Schleimmagier Brim, seines Zeichens Protagonist.
Mel(chisedek), Brims treuer und sarkastischer Schneckenbegleiter
Tarkos, ebenfalls Protagonist und Brims Rivale
Der Weise. Irgendwoher muss der Schleim ja seinen Namen haben. Hat schon vor 2 Zügen sein Schachspiel gegen seine Schnecke Abi verloren.

Einmal Abstauben bitte

Ja, es ist eine Weile vergangen, seitdem ich meinen eigenen Blog betreten habe und er ist wohl immer noch im gleichen chaotischen Zustand, wie immer. Zwischenzeitlich habe ich eine Schreibpause eingelegt und den Blog dank DSGVO-Horrors vor den Augen der Außenwelt versteckt.

2019 habe ich mich nach einer langen Pause wieder aufgerafft und ein paar Kurzgeschichten verfasst und bin wieder ins Schreiben hinein gekommen. Mit so viel Erfolg, dass ich mich letzten November erneut an den NaNoWriMo gewagt habe. Und nun buddele ich sogar diesen Blog wieder aus.

Romane werde ich zwar vorerst keine bloggen, aber so stehen die Monster, die ich einst geschaffen habe, wieder in ihren Käfigen und können von der Welt in ihrer gesamten Groteskheit bestaunt werden. Nun, zumindest, bis ich sie eines Tages doch mal nehme und in eine ansehnlichere Form verwandele. 😀

Was steht dann auf dem Programm für mich, wenn ich keine Romane blogge?

Brim

Für eine der Kurzgeschichten ist das humorvolles Abenteuer des Schleimmagiers Brim und seinem Begleiter, der kleinen Schnecke Mel, entstanden.

Erneut vom NaNo-Fieber gepackt, durfte Brim dann im NaNo2019 erneut auf Reise gehen, diesmal im größeren Stil. Mit knapp 60.000 Wörtern ist dabei eine kompakte Geschichte mit Cliffhanger und Potential zur Serie entstanden.

Die befindet sich momentan in Überarbeitung, bevor sie an die Betaleser rausgeht und ich entscheide, was ich weiter damit mache.

Zeichnen

Nun, wenn wir ohnehin schon bei den Neuanfängen sind, habe ich mir zum Geburtstag einen Zeichenmonitor schenken lassen und habe nach 15 Jahren ohne Zeichenblock in der Hand, jetzt angefangen, das auf digitale Weise zu machen.

Und so bin ich von einem scherzhaften ersten Versuch

(Brim)

über einen etwas ernster gemeinten zweiten

(Brims Kopf)

innerhalb einer Woche und zwei oder drei(huntert) Youtube-Videos, zur Auffrischung grundlegender Kenntnisse über die Gesichtsanaotmie, schließlich bei einem dritten Bild gelandet, dass zumindest nicht absolut grottig aussieht. 😀

(Rondas Kopf)

Während ich also meinen NaNo-Roman mit passenden Kommentaren versehe (urgs, meh, wer hat denn den Müll geschrieben?), zeichne ich zur Erholung die Protagonisten, Antagonisten, Tier- und Pflanzenwelt, die in den Tiefen vorkommt, und ihre Landschaft.

Fazit

Versprechen, dass hier viel passieren wird, kann ich wohl nicht. Hin und wieder werde ich aber wieder von meinem Fortschritt schreiben und die Charaktere zeigen, die ich entworfen habe.

NaNoWriMo 2016 – Blogparade

Zusätzlich zum Abschnitt, den ich wieder irgendwann heute Nacht veröffentlichen werde, bin ich im Reader auf diese Blogparade der Kreativschreibstube aufmerksam geworden.

Dort gilt es, im Rahmen des Nano folgende Fragen zu beantworten:

Wie war dein Start in den NaNo?

Mit einem Vorsprung für zwei Tage bin ich an Tag eins gestartet. Als Puffer für die schlechten Tage. Die sind zum Glück bisher ausgeblieben und der Nano läuft trotz des normalen Lebens leichter von der Hand als erwartet. Beim letzten Nano musste ich in der Zeit mit bestimmt 10 verschiedene Krankheiten aus der Krippe unseres Sohns kämpfen. 😀

Im Moment stehe ich bei fast 14.000 Worten, also bin ich gewappnet, falls das doch noch passieren sollte.

Welche Ziele hast du dir gesetzt?

Den größten Teil des geplanten Romans fertigzustellen. Der wird wahrscheinlich zwischen 80.000 bis 90.000 Wörtern lang werden, falls die Rechnung aufgeht und keiner der Protagonisten aus der Reihe tanzt.

Ansonsten soll mich der Nano auch aus einem Schreibtief holen, das mich etwa das letzte halbe Jahr geplagt hat. Die Motivation des Nanos tut da einfach gut.

Was für ein Projekt schreibst du?

Was wäre, wenn die Dinosaurier nicht verschwunden wären, weil sie eine schlimme Katastrophe heimgesucht hat, sondern einfach ausgewandert sind? Was, wenn die Menschen, auf der Flucht vor einer eigenen Katastrophe genau dort gelandet wären?

Was wie die Wiederholung der Eroberung Amerikas aussieht, kehrt sich schnell um. Die Dinosaurier haben sich weiterentwickelt, sie sind intelligent und sie wehren sich. Die Menschen, die den Konflikt überleben, werden in Reservaten weggesperrt.

50 Jahre später müssen sich beide Seiten erneut mit den Folgen dieses Konflikts auseinandersetzen.

Mehr Infos zu Sausende Salamander, gibt es hier.

Welche Tipps und Tricks hast du für den NaNo?

Schreib nicht alleine. Such dir Leute, die dich motivieren können, wenn du in einer Krise steckst. Im Nanoforum gibt es genug von uns Verrückten und andere Möglichkeiten sich anzuspornen, damit man bis zum Ende durchhält.

Blogparade: Orte beschreiben und/oder schaffen? – Autoren erfinden oder verändern Orte!

Paula Grimms Aufruf zu einer Blogparade folgend, habe ich eine kurze Pause im Plotten und Charakterisieren eingelegt und darüber nachgedacht, in welchem Rahmen man als Autor reale Orte verändern kann oder sollte.

Reale Orte werden meiner Meinung nach von jedem Menschen anders wahrgenommen, der Autor bildet da keine Ausnahme. Einen Ort so darzustellen, dass er die Realität aller anderen widerspiegelt, ist eigentlich unmöglich.

Man verbindet Erinnerungen mit dem Ort. Der eine kennt ihn seit seiner Kindheit, ein anderer geht an ihm jeden Tag flüchtig vorbei. Womöglich kann sich eine weitere Person sogar daran erinnern, was an demselben Flecken 50 Jahre zuvor stand.

Ein Autor muss einen Ort also nicht unbedingt optisch verändern, auch wenn das nach Art der Geschichte natürlich auch möglich oder sogar nötig ist. Viel spannender finde ich, wie sich ein mir bekannter Ort in den Augen eines Protagonisten verändert.

Ein Finanzberater, der jeden Morgen drei Minuten an der Bushaltestelle am Stadtpark steht, würde sich an den halb verfallenen Unterstand mit den schäbigen Kritzeleien auf der linken Wand erinnern. Die sind in den letzten acht Jahren zwar ausgeblichen, aber niemand von der Stadtreinigung hat sich die Mühe gemacht, sie zu überstreichen.

Sein Sohn, der inzwischen selber erwachsen ist, weiß stattdessen, dass es auf der Rückseite ein Loch gibt, durch dass man die Wartenden beobachten kann. Er erinnert sich an den Duft der Blumen und den harzigen Geruch der Bäume, die dahinter stehen. Hier hat er mit seinem Kumpel als Junge Sammelkarten getauscht, und später heimlich seine erste Zigarette geraucht. Auf der linken Seite unter dem Fahrplan hat er sich an seinem ersten Grafitti versucht.

Wenn der Junge also eine Geschichte über sein tolles Kindheitsversteck erzählte, würde sich der Vater nur denken: „Das olle Ding meint er? Unmöglich!“

Man kann einen Ort so real wie möglich darstellen, wenn man will. Als Verfasser seiner eigenen Geschichte kann man alles. Für mich verliert er in der Nüchternheit aber seinen Reiz. Schließlich bin ich beim Lesen auf der Suche nach etwas Neuem und nichts, das ich schon kenne. Muss auch der Grund sein, warum ich öfter über dem Geschichtsbuch als einem Roman eingeschlafen bin 😉